MARTINUS-APOTHEKE

Inh. Martin Wippermann e.K.

Von-Frentz-Straße 10a
50259 Pulheim-Geyen

November

Wasserpumpe am Domhof in Manstedten (1958)

Die ungewöhnlich große und leistungsfähige Wasserpumpe, die vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts installiert wurde, steht im Vorgarten des Domhofes in Manstedten. Da Manstedten bis 1923 ohne Wasserleitung war und der ernorm hohe Wasserbedarf gerade auf den großen Bauernhöfen mit Hilfe von Pumpen gedeckt werden musste, half sich der Inhaber des Domhofes mit einer "modernen" Pumpe, welche die üblichen Wasserpumpen bei weitem in den Schatten stellte. Für die Inhaber der vier großen Höfe in Manstedten war es schwer erträglich, dass das benachbarte Kreiswasserwerk Bergheim bereits seit 1905 und das Wasserwerk in Stommeln seit 1908 in Betrieb war, sie selbst aber – als Bürger der Gemeinde Geyen – vom zivilisatorischen Fortschritt ausgeschlossen waren. Im Februar 1922 wandten sie sich an die Gemeinde Geyen mit dem Antrag, die "Wassernot" in Manstedten zu beheben und den Ort an das Wasserleitungsnetz der Kreiswasserwerke Bergheim anzuschließen. Da die Gemeinde sich dazu finanziell nicht imstande sah, veranlassten sie Anfang 1923 auf eigene Rechnung den Bau einer Wasserleitung in Manstedten mit Anschluss an das Bergheimer Leitungsnetz. Im Mai 1923 beschloss der Geyener Gemeinderat dann, den bis Manstedten verlegten Hauptrohrstrang bis Geyen weiterzuführen. Über Manstedten kam auf diese Weise auch Geyen – endlich – zu einer Wasserleitung.

Bildquelle: Frau Vogel-Froitzheim (Manstedten)
Textquelle: Verein für Geschichte e. V. Pulheim ("Denkmäler Online")